

Du möchtest Deine Geschichte mit Gott aufschreiben.
Womöglich sitzt Du vor einem leeren Dokument. Oder vor einem, in dem schon einiges steht. Ein paar Seiten. Vielleicht sogar ziemlich viele. Du hast angefangen zu erzählen. Von dem, was passiert ist. Von dieser einen Zeit in Deinem Leben. Von den Momenten, bei denen Du heute weißt: Da war Gott.
Und irgendwann merkst Du: So richtig wird daraus noch kein Buch.
Du springst zwischen Erinnerungen hin und her. Fängst vorne an. Verwirfst wieder alles. Überlegst, ob Du viel früher beginnen musst. Oder später. Ob diese eine Geschichte überhaupt rein muss. Ob Du das wirklich so ehrlich schreiben kannst. Und irgendwann machst Du das Dokument wieder zu.
Dabei fehlt es Dir ganz sicher nicht an Erlebnissen. Eher im Gegenteil. Da ist so viel. Und genau das macht es schwer, daraus dieses eine Buch zu machen.
Und dabei weißt Du längst, warum Du überhaupt angefangen hast. Weil diese Geschichte für Dich mehr ist als eine Erinnerung. Weil Du weißt, was Gott darin getan hat. Weil irgendwo da draußen ein Mensch gerade an einer Stelle steht, die Du kennst.
Und weil Du diesen Gedanken nicht loswirst:
Wenn meine Geschichte nur einem Menschen zeigt, dass Gott auch mitten in seinem Chaos da ist, dann soll sie nicht in meiner Schublade bleiben.
Eigentlich logisch. Und trotzdem liegt genau hier eine der größten Herausforderungen.
Du hast Dein Leben erlebt. Es kam, wie Leben eben kommt. Mit schönen Zeiten. Mit ziemlich bescheidenen vielleicht auch. Mit Entscheidungen, Zweifeln, Gebeten und Umwegen. Mit Momenten, in denen Du Gott ganz nah warst. Und mit Zeiten, in denen Du überhaupt nicht verstanden hast, wo Er eigentlich ist.
Heute schaust Du zurück und erkennst Zusammenhänge, die Du damals noch gar nicht sehen konntest. Jetzt möchtest Du davon erzählen. Doch Dein Leben enthält wahrscheinlich viel mehr, als dieses eine Buch tragen kann.
Dein ganzes Leben muss auch gar nicht in dieses eine Buch. Entscheidend ist die Geschichte, die Du erzählen sollst. Die Geschichte, in der sichtbar wird, was Gott getan hat – und die genau dadurch anderen Menschen dienen kann.
Und genau die zwischen all den Erinnerungen, Erlebnissen und Lebensphasen zu erkennen, kann verdammt herausfordernd sein.
Da sind Dokumente. Notizen. Tagebücher. Sprachnachrichten an Dich selbst. Einzelne Szenen. Posts, die irgendwann einmal auf Instagram oder Facebook entstanden sind. Und irgendwo dazwischen liegt dieses Buch. Du kannst es schon fast greifen.
Sobald Du versuchst, all das zusammenzubringen, tauchen die Fragen auf: Wo fange ich an? Was gehört wirklich hinein? Was lasse ich weg? Wie viel Vorgeschichte braucht es? Welche Menschen aus meiner Geschichte müssen vorkommen?
Wie ehrlich darf ich sein? Was mache ich mit den Stellen, die noch wehtun? Wo ist eigentlich mein roter Faden? Und was von all dem gehört eigentlich in dieses Buch? Was soll darin von Gott und Seinem Wirken sichtbar werden?
Das sind keine kleinen Fragen. Und ein freier Samstag mit Kaffee und Laptop beantwortet sie leider auch nicht automatisch. 😉
Du kannst wunderbar schreiben. Du kannst Menschen mit Deinen Worten berühren. Du kannst sehr genau beschreiben, was passiert ist. Für Deine Geschichte mit Gott gibt es trotzdem eine entscheidende Frage:
Wo ist Er darin?
Was hat Gott getan? Was hast Du über Ihn erkannt? Was hat Er in Dir verändert? Wo hast Du Dich gegen Ihn gewehrt? Wo hast Du vertraut? Wo konntest Du Ihm kaum vertrauen?
Was hat sich in Deinem Herzen verschoben? Wo erkennst Du heute Seine Handschrift an einer Stelle, an der Du damals nur Chaos gesehen hast?
Hier liegt für mich der Unterschied zwischen dem Erzählen eines Erlebnisses und einem Zeugnis. Das Geschehen gehört dazu. Gottes Wirken darin trägt die Geschichte.
Du weißt ziemlich genau, welche ich meine. Die Stelle, an der Du beim Schreiben langsamer wirst. Bei der auf einmal der Gedanke kommt: Das muss ja nun wirklich niemand wissen. Oder: Das ist für die Geschichte gar nicht wichtig.
Kann sein.
Es gibt jedoch noch einen anderen Grund, warum wir bestimmte Stellen aussortieren: Sie fühlen sich für uns nicht sicher an.
Dann erzählen wir ausführlich davon, was andere getan haben. Was passiert ist. Wie schlimm die Situation war. Was sich äußerlich verändert hat. Sobald es um uns selbst geht, werden wir erstaunlich kurz.
Unsere Schuld. Unsere Angst. Unsere falschen Entscheidungen. Unsere Wut auf Gott. Unser Unglaube. Unsere Umkehr. Das, was Er uns gezeigt hat und was wir lange nicht sehen wollten.
An solchen Stellen verändert sich das Schreiben. Es geht tiefer. Es wird ehrlich.
Dein Buch braucht kein Protokoll jedes privaten Details. Nicht alles, was wahr ist, gehört in Dein Buch.
Manche Dinge dürfen privat bleiben. Menschen dürfen geschützt werden. Passagen dürfen gekürzt werden. Und irgendwann dürfen sogar Seiten gehen, an denen Du tagelang gesessen hast.
Manche Texte waren wichtig, damit Du sie geschrieben hast. Sie können Teil Deines eigenen Weges mit Gott gewesen sein, ohne deshalb Teil des veröffentlichten Buches werden zu müssen.
Und damit verändert sich die Frage: Was gehört in genau dieses Buch? Was dient dem, was Gott durch meine Geschichte sichtbar machen möchte?

Ein Tagebuch darf vollkommen ungefiltert sein. Du darfst darin kreisen. Heute etwas anderes schreiben als morgen. Hundert Seiten über etwas füllen, das Du gerade versuchst zu verstehen. Es ist Dein Raum.
Bei einem Zeugnisbuch öffnest Du diesen persönlichen Raum. Deine Geschichte bekommt eine Aufgabe, die über Dich selbst hinausgeht. Sie darf bezeugen, was Gott getan hat.
Und irgendwann nimmt ein anderer Mensch genau diese Worte in die Hand. Ein Mensch, der selbst an einer Stelle steht, die Du kennst. Der Antworten sucht. Hoffnung. Trost. Oder diesen einen Moment braucht, in dem er beim Lesen erkennt: Ich bin damit nicht allein.
Deine Geschichte bleibt Deine Geschichte. Und durch sie darf etwas von Ihm sichtbar werden und einem anderen Menschen dienen.
Noch mehr Schreibdisziplin bringt Dich an dieser Stelle nicht automatisch weiter. Die berühmte tägliche Schreibstunde um fünf Uhr morgens übrigens auch nicht. 😉
Du brauchst Orientierung innerhalb Deiner eigenen Geschichte. Einen Weg, auf dem Du hinschauen kannst. Beten. Schreiben. Prüfen. Ordnen. Manches loslassen. Und wieder hinschauen.
Bis immer klarer wird: Das ist die Geschichte, die ich erzählen soll.
Diese eine. Mit dem, was sie trägt. Mit dem, was Gott darin getan hat. Und mit dem, was durch sie weitergegeben werden darf.
Denn am Ende willst Du keine Datei voller Erinnerungen. Du willst irgendwann Dein Buch in der Hand halten und wissen:
Das ist sie.
Die Geschichte, durch die Gott mich geführt hat. Die Geschichte, von der ich so lange wusste, dass ich sie aufschreiben soll.
Und jetzt darf sie bezeugen, was Er getan hat – und ihren Weg zu den Menschen finden, die genau dieses Zeugnis brauchen.
„Da war Gott“ ist ein geistlich geführter Buchschreibkurs. Ich habe ihn für Menschen entwickelt, die ihre Geschichte mit Gott als Buch aufschreiben wollen und dafür einen Rahmen suchen, der beides zusammenbringt: Schreiben und geistliche Führung.
Du gehst Schritt für Schritt durch Deine Geschichte. Schreibimpulse begleiten Dich dabei ebenso wie Reflexion, Bibelstellen und Gebet. Du bekommst einen Rahmen, in dem Du hinschauen, schreiben und Klarheit gewinnen kannst. Auch an den Stellen, an denen Du bisher ausgewichen bist. Auch dann, wenn Deine Geschichte sich noch unsortiert anfühlt.
Und immer wieder mit der Frage: Was möchte Gott durch diese Geschichte sichtbar machen?
Genau dieser Frage gehst Du im Kurs Schritt für Schritt nach.
Bis jetzt gibt es womöglich nur diesen einen Gedanken: Ich soll meine Geschichte aufschreiben.
Dann beginnst Du genau dort. „Da war Gott“ gibt Dir einen Rahmen, in dem Dein Rohmanuskript entstehen kann.
Du kannst genauso gut schon 50 Seiten haben. 100. Oder sogar ein vollständiges Manuskript. Dann nimmst Du das, was bereits da ist, mit durch den Kurs und schaust noch einmal hin:
Erzählt dieses Buch wirklich die Geschichte, die ich erzählen soll?
Ich kann Dir nicht versprechen, dass nach acht Modulen ein fertiges Buch bei Dir auf dem Tisch liegt. Manche Geschichten brauchen Zeit. Manche Stellen brauchen Stille. Manches wird überhaupt erst während des Schreibens sichtbar.
Und manchmal entdeckst Du unterwegs, dass der vermeintliche Mittelpunkt Deiner Geschichte an einer ganz anderen Stelle liegt.
„Da war Gott“ gibt Dir dafür einen Rahmen. Du gehst hindurch in Deinem Tempo und mit Gott.
Dein Rohmanuskript kann danach noch Überarbeitung brauchen. Du kannst es eine Zeit lang ruhen lassen. Du kannst Dich später für Selfpublishing entscheiden. Du kannst Dir professionelle Begleitung für die Veröffentlichung holen. Oder Du kannst prüfen lassen, ob Dein Buch grundsätzlich zum Licht & Salz Verlag passt.
Diese Entscheidung hat Zeit. Erst einmal darf Deine Geschichte aufs Papier. Wort für Wort. Kapitel für Kapitel.
Dabei wirst Du auf Momente stoßen, die Du heute anders siehst. Auf Zusammenhänge, die damals noch keine waren. Auf Spuren, die erst im Rückblick sichtbar werden.
Und immer wieder auf diese Erkenntnis:
Da war Gott.
Mitten in Deiner Geschichte.
Und jetzt darf sie aufs Papier.

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