

Du denkst schon lange nicht mehr darüber nach, ob da etwas war.
Du weißt es.
Es gab diese Momente.
Diese Phasen.
Diese Gespräche mit Gott, die niemand kennt.
Du hast erlebt,
wie sich etwas in Dir verschoben hat.
Und gleichzeitig passiert etwas anderes:
Du gehst weiter.
Lebst Deinen Alltag.
Denkst zwischendurch mal daran.
Und lässt es wieder liegen.
Der Gedanke kommt nicht zufällig.
Er kommt immer wieder.
Nicht laut.
Nicht fordernd.
Eher so:
Du könntest das aufschreiben.
Du solltest das festhalten.
Und jedes Mal passiert dasselbe.
Du spürst Seinen Auftrag.
Und gehst darüber hinweg.
Du sagst Dir Dinge wie:
Das ist noch nicht rund.
Ich weiß gar nicht, wo ich anfangen soll.
So besonders ist das nicht.
Andere haben viel beeindruckendere Geschichten.
Und während Du das denkst,
weißt Du gleichzeitig:
Das ist nicht der eigentliche Grund.
Du kommst an Stellen,
die Dich selbst betreffen.
Berühren. Bewegen.
Genau da,
wo Du damals selbst nicht wusstest,
wie es weitergeht.
Wo Du gezweifelt hast.
Wo Du gerungen hast.
Wo Du Dinge gedacht hast,
die Du nie laut gesagt hast.
Und Du spürst:
Wenn ich das aufschreibe,
komme ich da wieder hin.
Du hältst Abstand.
Bleibst im Kopf.
Denkst darüber nach.
Ordnest es ein.
Aber Du gehst nicht wirklich hinein.
In das, wo Er Dein Herz verändert hat.
Weil Du weißt:
Das wird ehrlich.
Das wird konkret.
Das lässt sich nicht mehr schön formulieren.
Dieser Gedanke verschwindet nicht.
Er kommt immer wieder,
wenn es ruhig wird.
Wenn Du innehältst.
Wenn Du zurückschaust.
Manchmal mitten im Alltag.
Ein Satz.
Ein Bild.
Eine Erinnerung.
Und Du weißt sofort, worum es geht.
Ich weiß es, Du weißt es:
Du brauchst keine weitere Klarheit.
Du erkennst Dich darin.
Nicht als Idee.
Eher wie ein leises Zurückholen.
Mitten im Alltag.
Ohne Anlass.
Und Du weißt sofort, worum es geht.
Vielleicht ein paar Posts auf Social Media.
Vielleicht mehr.
Ein Dokument.
Ein paar Sätze.
Und dann geschlossen.
Weil es zu nah wurde.
Zu tief.
Du kennst sie genau.
Die Momente,
wo Du langsamer wirst beim Denken.
Wo Du nicht tiefer reingehst.
Weil Du spürst:
Da liegt Gewicht.
Da hat Er tief in Dir gewirkt.
Erst muss noch dies passieren.
Dann das.
Dann auch noch jenes.
Erst muss es klarer sein.
Erst muss mehr Abstand da sein.
Und gleichzeitig merkst Du:
Der Zeitpunkt wird nicht kommen.
So wie Du ihn Dir vorstellst.
Da ist etwas darin,
das über Dich hinausgeht.
Ein Gedanke.
Ein Weg.
Ein Erleben, das anderen etwas zeigen könnte.
Etwas, das ihr Leben berührt.
Durch Sein wirken in Dir.
Und genau das macht es gleichzeitig größer.
Du kannst sie für Dich behalten.
Das geht. Und dennoch ist da dieser Drang,
dass Du sie teilen sollst.
Du spürst Seinen Auftrag.
Und doch weichst Du aus.
Noch.
Denn diese Spannung lässt Dich nicht mehr los:
Ich mache es später.
Nein.
Ich sollte das tun.
Ich tu es.
Du brauchst keine weitere Bestätigung.
Du brauchst den einen Schritt vorwärts.
Fest steht:
Das ist keine Idee,
die Du einfach wieder verwerfen kannst.
Es ist etwas,
das Dir anvertraut wurde.
Deine Geschichte ist nicht einfach passiert.
Du bist sie gegangen.
Mit allem, was dazugehört.
Und genau darin liegt etwas,
das über Dich hinausgeht.
Der Druck entsteht oft genau hier:
Du willst verstehen,
wie daraus ein Buch werden soll.
Wie die Struktur aussieht.
Wie man das überhaupt erzählt.
Und bleibst genau da hängen.
Schreib nicht das Buch.
Schreib den Moment.
Den einen.
Den, der sofort da ist,
wenn Du an Deine Geschichte denkst.
Ohne Einordnung.
Ohne Erklärung.
Ohne Ziel.
Nur so,
wie Du ihn erlebt hast.
Ich kenne dieses Ausweichen.
Dieses Verschieben.
Dieses „später“.
Und dieses gleichzeitige Wissen:
Ich komme da nicht dran vorbei.
An dem Du aufhörst,
darüber nachzudenken, ob Du es wirklich tun sollst.
Und stattdessen anfängst.
Nicht groß.
Nicht perfekt.
Aber ehrlich.
Wenn Du merkst,
dass Du nicht länger ausweichen willst,
sondern anfangen,
dann brauchst Du keinen Druck.
Du brauchst einen Rahmen,
der Dich genau durch diese Stellen führt –
durch das, was Du gerade vermeidest.
Schritt für Schritt.
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